Mineralwerkstoff – das Material für nahezu grenzenlose Einsatzbereiche.


Der Einsatz von Mineralwerkstoff, auch Solid Surface Material genannt, begann Ende der 1960er Jahre. Vorreiter war hier das Unternehmen DuPont mit der Marke Corian®.

Diese Werkstoffart überzeugt vor allem durch ihre außergewöhnlichen technischen Eigenschaften, gepaart mit einer sehr hochwertigen Anmutung und einer angenehmen, samtigen Haptik.

Massiv, porenlos, schlagfest, hitzebeständig, fugenlos zu verarbeiten, einfach zu reinigen sind nur einige der materialtypischen Attribute. Außerdem kann das Material jederzeit überarbeitet werden, so dass es auch nach Jahren des Einsatzes neuwertig erscheint.

Ihnen gemein ist, dass sie zu etwa zwei Dritteln aus dem mineralischen Füllstoff Aluminiumoxidtrihydrat (ATH) bestehen. Das restliche Drittel setzt sich vor allem aus Bindemitteln, also Harzsystemen, zusammen.

Bei Mineralwerkstoffen unterscheidet man hauptsächlich folgende Gruppen:


Acrylgebundene Mineralwerkstoffe
Zu diesen gehören zum Beispiel Corian® von DuPont, Hi-Macs® von LG Hausys, Staron® von Lotte Chemical, Krion® von Porcelanosa, Hanex® von Hyundai und Avonite von Aristech.
Acrylgebundenen Mineralwerkstoffe lassen sich gut thermisch verformen.

Polyestergebundene Mineralwerkstoffe
Zu diesen gehören Marken wie VARICOR®, Marlan® oder auch Avonite®.
Harzbedingt ist die thermische Verformbarkeit etwas eingeschränkter möglich. Ein großer Vorteil ist jedoch, dass komplexe Formteile effizient gegossen werden können. Technische Eigenschaften wie Brandverhalten und Desinfektionsmittelbeständigkeit machen dieses Harzsytem zu Favoriten in viele anspruchsvollen Anwendungen.

Co-Polymer-gebundene Mineralwerkstoffe
VARICOR® nutzt seit vielen Jahren Copolymere, um die technischen Vorteile verschiedener Harzsyteme zu kombinieren und damit technisch ein sehr hochwertiges Produkt anzubieten.

Übergreifend für alle Gruppen gilt: Der Werkstoff lässt sich mit den im Schreinerhandwerk üblichen Maschinen und Werkzeugen bearbeiten und mit farblich abgestimmtem Kleber nahezu unsichtbar verbinden.

Durch die besonderen, vor allem auch hygienischen Materialeigenschaften kommen Mineralwerkstoffe in unterschiedlichsten Bereichen zum Einsatz, in denen höchste Anforderungen an die eingesetzten Materialien gestellt werden.