Januar 2019

Im zweiten Teil unserer „Nachgefragt-Reihe“ stand uns Frau Kösel-Humpert vom Karlsruher Architekturbüro Humpert & Kösel-Humpert in einem Interview Rede und Antwort. Frau Kösel-Humpert war die betreuende Architektin beim Umbau der Hackerbräu-Stuben in das neue Kundenzentrum der GAG in Ludwigshafen.

Die Räumlichkeiten des ehemaligen Restaurants wurden komplett neugestaltet und werden nun von dem Betreiber als modernes Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt. Die GAG ist die kommunale Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Ludwigshafen. Sie ist die größte kommunale Baugesellschaft in Rheinland-Pfalz.

Unser Mineralwerkstoff VARICOR® wurde im sanierten Gebäude für die große Empfangstheke sowie in den Sanitärbereichen für Besucher und Mitarbeiter eingesetzt. Dort entstanden moderne Waschplätze, die VARICOR® -Waschtische wurden passgenau zu den gegebenen Räumlichkeiten gefertigt.

Mit Frau Kösel-Humpert haben wir dieses Projekt nochmals Revue passieren lassen:

 

Könnten Sie sich kurz vorstellen?

Mein Name ist Priska Kösel-Humpert, ich bin seit über 20 Jahren in unserem Architekturbüro, das ich mit Patrick Humpert und Nicolaus Humpert führe, als freie Architektin und Stadtplanerin in Karlsruhe tätig.

 

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie für das GAG Kundenzentrum in Ludwigshafen den Mineralwerkstoff VARICOR® eingeplant haben?

Innenausbau ist zwar nicht der Schwerpunkt unserer Planungsleistungen, aber es kommt immer wieder vor, dass wir im Rahmen einer Gesamtplanung auch Möbel entwerfen. Das war auch beim Projekt „Umbau Hackerbräu“ der Fall. Hier ist die Theke das zentrale Gestaltungselement im Eingangsbereich mit vielen unterschiedlichen Funktionen und Anforderungen. Deshalb waren wir auf der Suche nach einem Material, das besonders geeignet ist, die große geschwungene Form der Empfangstheke zu realisieren. Durch Prospekte, die wir eigentlich für den Sanitärbereich angefordert hatten, sind wir auf das Beispiel einer Theke gestoßen.

 

Haben Sie zuvor schon Mineralwerkstoffe eingesetzt?

Bisher haben wir Mineralwerkstoffe nur in Sanitärbereichen eingesetzt.

 

Sehen Sie Vorteile in der Nutzung von Solid Surface Materialien, bzw. konkret bei VARICOR®?

Der Werkstoff besitzt viele Materialeigenschaften, die uns hier wichtig waren: Formbarkeit, Robustheit, hochwertige Optik, angenehme Haptik, Pflegeleichtigkeit. Insbesondere, dass durch Überarbeitung der Arbeitsfugen ein optisch fugenloses Möbelstück in der gewünschten Größe herstellbar ist, hat uns überzeugt.

 

Welche Stoffe nutzen Sie darüber hinaus noch gerne für den Innenausbau?

Besonders häufig verwenden wir Stahl, Glas, Massivholz, Echtholzfurniere, beschichtete Multiplexplatten.

 

Was muss man beim Einbau eines Mineralwerkstoffes beachten? Oder wenn man darüber nachdenkt, ihn im Innenausbau zu integrieren?

Die Tragfähigkeit der Platten ist begrenzt, je nach Situation muss eine geeignete Unterkonstruktion geplant werden.

 

Wie kamen die VARICOR®-Lösungen (Empfangstresen + Waschplatzlösungen) bei dem Bauherrn an?

Die Resonanz war und ist durchweg positiv.

 

Die räumlichen Vorgaben erforderten mehrere verschiedene Waschplatzkonfigurationen. Wie kam Ihnen dabei der Einsatz von VARICOR® im Besonderen entgegen?

Durch die Kombination verschiedener Waschbeckenformen und unterschiedlich tiefer Ablagen, konnten wir für jede Situation maßgeschneiderte Waschplätze anfertigen lassen, die den teilweise sehr beengten Räumlichkeiten im Bestand sehr entgegenkamen.

 

Im Objekt wurden auch Funktionselemente wie Auszugstisch und höhenverstellbarer Arbeitsplatz mit VARICOR® ausgeführt. Was hat Sie dazu bewegt?

Die Empfangstheke ist ein Arbeitsplatz, an dem sich die Mitarbeiter den ganzen Tag aufhalten. Um dem Bedürfnis der Mitarbeiter nach unterschiedlichen Körperhaltungen nachzukommen, war es wichtig, auch einen Steharbeitsplatz zu integrieren. Gleichzeitig sollte eine durchgehende Arbeitsfläche ermöglicht sein, wenn der Steharbeitsplatz nicht aktiv genutzt wird.

 

Bei Bedarf soll die Möglichkeit für eine rollstuhlgerechte Kundenbetreuung vorhanden sein, trotzdem war es wichtig, die geschwungene Gesamtform der Theke nicht dauerhaft zu „stören“. Da es sich dabei eher um eine Ausnahmesituation handelt, ist der Auszugstisch eine gute Lösung, die beiden Anforderungen gerecht wird.

 

 

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit VARICOR empfunden?

Wir wurden bei Fragen jederzeit gut beraten.

 

Werden Sie den Mineralwerkstoff VARICOR® auch bei zukünftigen Projekten einsetzen?

Wenn sich die Möglichkeit wieder bietet, diesen schönen, aber etwas teureren Werkstoff einzusetzen, werden wir ihn gerne wieder vorschlagen und einsetzen.

 

  

 

Vielen Dank für das Interview, Frau Kösel-Humpert.

 

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